Apparently this has been done before. From Yahoo Germany:
http://de.sports.yahoo.com/050824/14/57if.html
Geht es nach IOC-Mitglied Thomas Bach, sollte der Fall Lance Armstrong mit
allen juristisch möglichen Mitteln aufgeklärt werden, auch wenn die Chancen
für eine Verurteilung des Amerikaners gering sind, der unter dem Verdacht
des Epo-Missbrauchs bei der Tour de France 1999 steht. Der US-Amerikaner
hatte die Vorwürfe auf seiner Internet-Seite am Dienstag bestritten.
Akte nicht aus formal-rechtlichen Gründen schließen
"Ich plädiere dafür, die Akte nicht aus formal-rechtlichen Gründen zu
schließen, sondern eine Untersuchung einzuleiten, wenn der Test einwandfrei
war", sagte der Leiter der Juristischen Kommission des Internationalen
Olympischen Komitees (IOC) dem Sport-Informations-Dienst.
Gefordert sind laut Bach der Radsport-Weltverband UCI und die
Welt-Antidoping-Agentur (WADA), die beide aktiv werden könnten. "Ein von
ihnen eingeleitetes ordnungsgemäßes Verfahren hätte auf jeden Fall den
Vorteil, dass der Fall bis ins Detail aufgeklärt werden kann."
Fehlen einer zweiten Probe kein Hindernis
Juristisch vertritt Bach den Standpunkt, man solle sich auf den aktuellen
Antidoping-Code berufen, weil die Nachuntersuchung der 1999 von Armstrong
genommenen Probe erst 2004 vorgenommen worden sei und damit "jetzt geltendem
Recht" unterliege. Auch das Fehlen einer zweiten Probe sei kein Hindernis.
Im IOC lasse man in solchen Fällen die noch vorhandene B-Probe teilen: "Dann
hat man wieder eine A- und eine B-Probe."
Ob dieser Weg letztlich zu einer Sanktionierung Armstrongs führen würde, ist
für den Tauberbischofsheimer offen. "In jedem Fall würde man ein Zeichen
setzen, Verstöße auch nach Jahren transparent zu machen."